FOUNDERS & FACES #5: TASCHENBAUM
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Larissa ist Designerin aus Leidenschaft. Nach ihrem Design Studium in München und mehr als 10 Jahren Berufserfahrung im Kreativ Business mit Stationen bei namhaften internationalen Brands, hat sie sich gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ulrike Heintz 2017 ihren Traum des eigenen Handtaschenlabels erfüllt.

In unserer Rubrik Founders & Faces stellen wir Dir jeden Monat inspirierende Gründer*innen und Gesichter aus Fashion, Beauty und Lifestyle vor. Dieses Mal mit Daniela, Gründerin von TASCHENBAUM, die uns über ihre Idee und den Weg zu einem nachhaltigen Taschenständer erzählt. 

Wer und was verbirgt sich hinter TASCHENBAUM?

Hinter TASCHENBAUM verbirgt sich ein praktischer Taschenständer, der Zuhause überall zum Einsatz kommen kann. Wir von TASCHENBAUM - das sind meine Mama Angela und ich Daniela. Wir sind gebürtige Ulmerinnen, jedoch wohne ich - Daniela - aktuell in München. Unser Lager führen wir in Ulm - noch in dem Haus meiner Oma.

daniela von taschenbaum

Wie bist Du auf die Idee für TASCHENBAUM gekommen?

Als wir für zwei Jahre in Mexiko gelebt haben ist mir dort aufgefallen, dass in Restaurants kleine Garderobenständer neben den Tischen stehen, auf die man Handtaschen, Einkaufstaschen, Jacketts oder Hütte hängen kann. Das fand ich ziemlich praktisch, da ich so meine Taschen nicht mehr auf dem Boden abstellen musste oder sie auch nicht auf meinem Schoss behalten oder dem Tisch abgelegt habe. Ich habe mir diese Mini-Garderobenständer dann auch für mein Zuhause in Puebla herstellen lassen. Dafür bin ich zu kleinen mexikanischen Werkstätten auf dem Land gefahren. Denn diese „percheros“ gibt es dort so nicht zu kaufen. Ich habe diese dann an Geburtstagen oder zu Hochzeiten verschenkt. Das hat sich dann langsam im Puebla rumgesprochen. Als auf einmal auch mein Mann dort jeden Tag seine Laptoptasche, die Sporttasche und die Tennisschläger aufgehangen hat ist mir erst richtig bewusst geworden wie viel ordentlicher nun alles geworden ist. Wir hatten die Taschenständer direkt im Flur stehen und ab diesem Zeitpunkt haben wir einfach alles dort aufgehangen was man so täglich im Gebrauch hat - Taschen, Rucksäcke, Schals oder Regenschirme. Auch für Hundeleinen ist er super geeignet, das haben meine Freunde mit Hunden mir berichtet.

Hattest Du schon immer den Wunsch mal eine Marke zu gründen oder was war Dein ursprünglicher Karriereplan?

Ich hatte eigentlich nicht vor eine Marke zu gründen. Jedoch habe ich die letzten 10 Jahre als Produktmanager gearbeitet - zwar nicht im Fashion oder Lifestyle Bereich - sondern in der Medizintechnik. Dort ging es aber auch immer darum wie man Produkte besser macht und ich habe sehr viel mit Anwendern in den Kliniken gesprochen und hatte stets ein offenes Ohr für Produktoptimierungen. Ich stehe zu 100% hinter dem TASCHENBAUM, da er aus meiner Sicht wirklich ein nützlicher Helfer ist. Und seitdem ich ihn habe, kann ich es mir nichtmehr ohne ihn vorstellen. Er ist nun somit auch mein persönlicher "Perfect Fit" geworden.

Welche Vision/Mission steckt hinter Deinem Label?

Was ich nun in meiner Verpflichtung sehe, ist eine nachhaltige und verantwortungsvolle Herstellung - bestenfalls zum Großteil regional. „Made for life“ ist meine Vision. Ich möchte, dass unsere TASCHENBÄUME hochwertig und sehr langlebig sind und für viele Jahre in unserem aller Zuhause zum Einsatz kommen. Meine Mission ist es, dass der TASCHENBAUM auch in Europa bekannter wird, denn ich kann mir vorstellen, dass Italienerinnen und Französinnen ähnliche „Taschen-Situationen“ und Aufbewahrungsfragen haben. Der TASCHENBAUM kann eigentlich in jedem Zimmer verwendet werden. Ich möchten zudem, dass die Qualität des Produktes nicht durch den Versand leidet und deswegen verzichte ich bewusst auf eine Montage oder auf das Zusammenschrauben von unseren Taschenständern. Vielmehr setze ich auf eine vollverschweißte Herstellung (Eisen). Wir liefern den TASCHENBAUM in einem Stück - ich denke, dass dies auch nicht allzu oft von Möbelherstellern angeboten wird. Der Versand ist für uns daher weiter einer Herausforderung aber über die Jahre haben wir die Versandverpackung optimiert.

Wie ist die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe entstanden?

Als gebürtige Ulmerin kannte ich die Lebenshilfe. Als Jugendliche war ich freiwillig in dem sozialen Bereich tätig. Ich habe zum Beispiel einen tauben Menschen betreut und mit ihm an seiner Sprachentwicklung gearbeitet. Wir sind noch immer in Kontakt. Er hat sich super entwickelt. In Wiblingen bei Ulm gab es auch die Möglichkeit der Freizeitbegleitung von Menschen mit Behinderung. Dort habe ich mit einem jungen Mädchen in meinem Alter Ausflüge unternommen - in die Stadt zum Bummeln oder zum Eisessen. Daher ist mir auch nun mit einem kleinen Unternehmen wichtig, dass wir die regionale und soziale Komponente nicht vergessen.

Designst Du die TASCHENBÄUME selbst?

Das Design unserer jetzigen TASCHENBÄUME haben wir meinem Mann zu verdanken. Er ist Statiker und hat dazu beigetragen, dass der TASCHENBAUM kippfest ist und bis zu 15 Kilo an Taschen hält - ohne zu wackeln. Auch wenn er nur an einer Seite bzw. an einem Ast behangen wird kippt der TASCHENBAUM nicht um. Klassische Garderobenständer sind da öfters etwas instabiler. Ich bin ihm sehr dankbar, dass wir nun ein minimalistisches, klassisches und zeitloses Design der TASCHENBÄUME haben. Das war 2017 noch ganz anders. Hier waren unsere TASCHENBÄUME noch mehr vom mexikanischen Handwerk inspiriert und hatten geschwungene Halter und auch einen runden Fuß. Aber das aktuelle Design hat sich ganz klar durchgesetzt und bewährt.

taschenbaum gold

Wie lange hast Du den TASCHENBAUM entwickelt und perfektioniert bis Du die ersten zum Verkauf angeboten hast?

Ich habe sehr früh angefangen, die ersten TASCHENBÄUME zu Freundschaftspreisen zu "verkaufen" (damals der Materialwert). Denn anfangs habe ich selber noch viel ausgetestet - die TASCHENBÄUME waren rot, gelb, türkis, pink und man konnte auch die Farben selber zusammenstellen. Eines der buntesten Modelle für eine Freundin hatte einen schwarzen Fuß, einen türkisen Stamm und die Äste waren weiß und rot. Als wir nach Deutschland zurückkamen hat sich ganz klar herausgestellt, dass weiß, schwarz und natürliches Holz die Farben sind, die für Möbelstücke ausgewählt werden. Zudem werden klare Linien bevorzugt. Gold ist nun auch seit einiger Zeit im Trend.

Woher nimmst Du Deine Inspiration für neue Designs oder Farben?

Bei uns gibt es noch keinen kreativen Produktentstehungsprozess. Da möchte ich ganz ehrlich sein. Derzeit sind die TASCHENBÄUME skandinavisch und schlicht. Da Instagram uns heute aber ermöglicht mit euch in den direkten Austausch zu gehen und zu stehen, möchte ich diese Plattform in Zukunft nutzen um neue Farblinien in Umfragen zur Diskussion zu stellen.

Woher nimmst Du Deine Motivation bzw. was motiviert Dich am meisten?

Meine Motivation ziehe ich aus unseren Kunden Reviews. Ich lese mir jede Bewertung persönlich durch und versuche bei Unzufriedenheiten - die es auch gibt und geben darf - schnell einen Weg zu finden diese abzustellen. Aussagen wie „einmal TASCHENBAUM - immer TASCHENBAUM “ oder „ich kann nicht mehr ohne meinen TASCHENBAUM" sind Rückmeldungen die mir bestätigen, dass wir hier einen sehr praktischen Universalhelfer im Alltag erschaffen haben.

Was hattest Du Dir vor der Gründung leichter vorgestellt als es dann im Endeffekt war?

Ich hätte mir vorgestellt, dass es einfacher ist Vertrauen in unser Produkt zu wecken. Ich merke, dass die Überzeugung der faktischen Produktvorteile erst auf den dritten oder vierten Blick einsetzt. Und auch die Vermarktung habe ich mir nicht so komplex vorgestellt. Es reicht leider nicht eine Website und einen Instagram Account zu haben. Zudem gebe ich offen zu, dass ich die letzten Jahre keinen Fokus auf unser Branding gesetzt habe. Ich habe immer das Produkt in den Vordergrund gestellt. Mittlerweile merke ich, dass es vielen Menschen auch wichtig ist zu sehen wer hinter einem Produkt steht, warum man etwas macht und was einen dazu bewegt.

Was ist das wichtigste Learning, was Du bisher sammeln konntest?

Das wichtigste Learning beziehungsweise die größte Überraschung kam wirklich in diesem Sommer 2021, als Larissa von ZOÉ LU mir ganz unkompliziert auf Instagram geantwortet hat und unseren TASCHENBAUM - behangen mit wunderschönen ZOÉ LU Taschen - gezeigt hat. Über Nacht haben wir 1.000 Follower mehr auf unserem Kanal dazu bekommen. Ich konnte in dieser Nacht kaum schlafen, da mein Handy durchgängig geblinkt hat. Und das war für mich ein wunderschöner Beweis, dass der TASCHENBAUM bei Taschenliebhabern einen Nerv trifft.

taschenbaum im einsatz

Wie soll es für Dich und Dein Unternehmen in der Zukunft weitergehen?

Ich würde mich freuen wenn unser TASCHENBAUM in deutschen und österreichischen sowie europäischen Haushalten Einzug hält. Ich habe offen gesagt keine klare oder große Vorstellung aber mich würde es freuen wenn wir unsere TASCHENBÄUME noch ein paar weitere Jahre an die Frau bzw. an den Mann bringen könnten, da mir das „TASCHENBAUM Business“ mir wirklich sehr viel Spaß macht und da ich über diesen Weg sehr viele Frauen kennenlernen darf.

Was ist Deine Must-Have Farbe der Saison?

Ich merke, dass ich selber zu klassischen, zeitlosen Farben tendiere. Aber ein paar Highlights braucht es ja auch. Daher bin ich sehr auf eure Kollektion 2022 gespannt - liebes ZOÉ LU Team.

Weitere Infos zu Daniela und TASCHENBAUM findest Du hier

P.S.: Gemeinsam mit TASCHENBAUM haben wir eine besondere Verlosung für Dich! Noch bis zum 12.01.22 hast Du die Chance auf 2 tolle Gewinne. Alle Details findest Du auf unserem und auf dem TASCHENBAUM Instagram Account.